Höhlentauchen - Cave Diving
Das
Höhlentauchen bietet nach einer soliden Höhlentauchausbildung
eine der faszinierendsten Facetten des Tauchsports. Allerdings
sollte niemand mit weniger als 100 Tauchgängen mit diesem Sport liebäugeln.
Manche Organisationen/Schulen lassen erst Tauchschüler(innen) mit
mindestens 200 Freiwassertauchgängen zu ihren Höhlentauchkursen
zu. Denn Cave Diving ist nicht für jede(n) gedacht.
Man muss nicht unter Klaustrophobie (Platzangst) leiden, um die Vorstellung,
tief drin im Berg zu sein, ohne an die rettende Luft aufsteigen zu können,
als nicht sehr angenehm zu empfinden. Dieser mentale Druck wird noch durch
schlechte Sicht und/oder zu passierende Engnisse verstärkt.
Leider gilt Höhlentauchen als die gefährlichste Sportart überhaupt
(direkt vor dem Klettern) - Bagatellunfälle wie einen gebrochenen
Finger gibt es beim Höhlentauchen nicht - wer sich vertaucht oder
kein rigides Gasmanagement betreibt, dem droht der Tod durch Ertrinken
(wegen ausgegangener Luft in den Flaschen).
WICHTIG: Einige Tipps, damit Du nicht zu
einem bedauernswerten Höhlentauchunfallopfer wirst:
- Tauche nie ohne eine seriöse Höhlentauchausbildung
und der passenden redundanten Ausrüstung in eine
Höhle/Grotte! Mangelhafte/fehlende Höhlentauchausbuildung
ist nach wie vor die Haupttodesursache beim Höhlentauchen. In Mexiko
sind/waren übrigens die meisten Todesopfer Open Water Instruktoren
ohne Höhlenausbildung und deren arglose Begleiter(innen).
- Erlerne das Höhlentauchen bei einer seriösen
Technical-Tauchorganisation (z.B. NACD oder IANTD) und nicht bei
einer Open Water Organisation wie PADI, SSI, usw. Das Cavern Diver-Brevet
von PADI wird beispielsweise von keiner seriösen Tec-Organisation
anerkannt.
- Nimm dir Zeit für die Suche deines Tauchlehrers oder Guides.
Bedenke immer, dass du deinem Tauchlehrer / Guide dein Leben anvertraust.
Denn nur er/sie kennt sich (hoffentlich!) aus. Im Freiwasser kannst
du jederzeit auftauchen und zurückpaddeln, falls ihr euch vertaucht
habt - diese Möglichkeit habt ihr in der Höhle nicht!
- Heldentum ist in einer Höhle fehl am Platz. Wenn du dich
einmal nicht wohl fühlst, signalisiere deinem Tauchpartner umzukehren.
Das ist keine Schande und kann Leben retten.
- Tauche immer mit tadelloser Ausrüstung. Prüfe allfällige
Mietausrüstung besonders sorgfältig.
- Mache dich auch mit der Funktionsweise der Ausrüstung deines
Tauchpartners vertraut. Im Notfall musst du z.B. genau wissen, wie
dessen Lungenautomat funktioniert.
- Mache zusammen mit deinem Tauchpartner direkt vor
dem Tauchgang einen Check. Sollte ein Ausrüstungsgegenstand
beim Check nicht funktionieren, sage den Tauchgang ab!
Um möglichst viele dieser tragischen Unfälle zu verhindern,
setzen die meisten Höhlentauchausbildungsorganisationen auf ein dreistufiges
Ausbildungsmodell:
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Grottentaucher / Cavern
Diver
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Beim Grottentauchen ist die primäre Lichtquelle das Tageslicht.
Man taucht nur soweit in die Höhle, dass zumindest noch Dämmerlicht
herrscht. Selbstverständlich trägt jede(r) Taucher(in)
trotzdem mindestens zwei Notlampen auf sich. Tauchgänge in
den Nachtbereich der Höhle sind strengstens verboten!
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Apprentice Cave Diver / Cave Diver
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Auf diesem Level geht es bereits
in die ewige Nacht der Höhle. Selbstverständlich wird zuvor
der Umgang mit der Seilrolle (Reel) geübt. Hierbei trägt
jede(r) Taucher(in) ein Doppelgerät auf dem Rücken und führt
mindestens drei Lampen und ein Safety Reel mit sich. Der Unterschied
zum höchsten Ausbildungslevel besteht darin, dass die permanent
verlegte Führungsleine (Main Line) NIE verlassen wird. |
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Full Cave Diver
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Auf diesem Level werden Techniken und Notfallübungen erlernt,
welche es erlauben, zwei Main Lines durch das temporäre Verlegen
von Jumps oder Gaps zu verbinden. Oftmals erlernen die Schüler(innen)
auch alternative Konfigurationsmöglichkeiten der Tauchflaschen
(z.B. Side mounted anstatt Back mounted). Ausserdem
wird die Tauchgangszeit oft mittels zusätzlicher, am Bauch
montierter Flaschen (Stage Tanks), verlängert.
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Neben
den Basiskursen gibt es noch zahllose Erweiterungskurse, in welchen man
beispielsweise den sicheren Umgang mit einem Unterwasser Scooter oder
das Vermessen von Höhlensystemen, das Dekomprimieren mit Sauerstoff,
etc. erlernt.
Informationen zu Tec-Tauchschulen, Organisationen, spezialisierten
Tauchshops und weitere Infos findet Ihr in unserem Link-Bereich.
Fotos vom Höhlentauchen findet Ihr hier.
Weitere Informationen zum Technischen Tauchen findet Ihr hier:
Technical Diving - Grottentauchen
- Wracktauchen
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